Online Petition sammelt Unterschriften für die Einrichtung von Orten, an denen mitgebrachte Drogen straffrei konsumiert werden können
Der Drogenkoordinator der Stadt Wien Michael Dressel versichert, dass der Neubau der sozialmedizinsichen Drogenberatungsstelle Ganslwirt zukunftsweisend ist. Eine neu gegründete Initiative sieht das anders: Da sich das größte Risiko durch den intravenösen Drogenkonsum im privaten Bereich oder in unhygienischer Umgebung ergibt, fordern sie einen Drogenkonsumraum für Wien. Eine eigene Petition wurde gestartet.
In der Petition werden die Wiener Stadtregierung und die verantwortliche Stadträtin für Soziales und Gesundheit, Sonja Wehsely, dazu aufgerufen die notwendigen Schritte zur Schaffung eines Drogenkonsumraumes in Wien zu machen. Höchste Zeit, geht es doch nicht nur um die Verringerung der Anzahl von Drogentoten oder den Folgen des Drogenkonsums. Es geht auch um die längst fällige Akzeptanz dieser Menschen in der Bundeshauptstadt.
Das oft gebrachte Gegenargument, dass in Wien keine offene Drogenszene vorhanden ist, lässt ein Aktivist der Initiative Drogenkonsumraum nicht gelten: „In Wien wird die Szene von der Polizei ständig vertrieben, bevor sie sich an öffentlichen Plätzen dauerhaft aufhalten kann.“ So ist es auch am Karlsplatz geschehen. Die betroffenen Menschen sind mit eventuellen Komplikationen beim intravenösen Konsum alleine.
Obwohl es Drogenkonsumräume in der Schweiz schon seit 20 Jahren gibt, ist in Österreich noch keine Einrichtung dieser Art umgesetzt worden. Auch wenn bisherige Evaluationen und unabhängige Berichte die Wirksamkeit bestätigen, sind entsprechende Gesetzesänderungen des Suchtmittelgesetzes nicht verwirklicht worden. Zum Beispiel ist die Anzahl der Drogentoten in Städten mit Konsumräumen nachweislich gesunken. Außerdem kann die Verbreitung von Infektionskrankheiten gehemmt werden, wodurch sich die Lebensqualität der Drogenabhängigen drastisch steigert. In vielen Fällen kann erst dann mit einer Therapie begonnen werden.
Geht es nach der Initiative Drogenkonsumraum, sollte noch innerhalb der rot-grünen Regierungsperiode eines der bereits bestehenden Konzepte realisiert werden. Dazu braucht es nicht nur die Adaptierung auf die lokalen Verhältnisse. Es müsste in Wien möglich sein, Substitutionsmedikamente intravenös zu konsumieren, weil diese mittlerweile einen Großteil der konsumierten Substanzen ausmachen. Auch muss die Öffentlichkeit informiert werden. Genau das hat sich die offene Gruppe zum Ziel gesetzt: Mit den Mitteln des Web 2.0 wollen sie die Bevölkerung informieren und zur Partizipation aufrufen. Über Facebook, Twitter und einen eigens eingerichteten Blog werden Informationen zugänglich gemacht und für die Petition geworben.
Link:
Online-Petition:
http://www.ipetitions.com/petition/drogenkonsumraum/
Rückfragehinweis:
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Deckblatt Petition handschriftlich:
http://idkdotorg.files.wordpress.com/2011/10/deckblatt-petition.pdf
Unterschriftenliste handschriftlich:
http://idkdotorg.files.wordpress.com/2011/10/unterschriftenliste.pdf
Wow, ein schwieriges projekt, aber ich finde die idee prinzipiell gut. so kann man vllt den einen oder anderen auch von der straße holen
Geschrieben von S. Van Lure | 27. Oktober 2011, 12:45es wäre an der zeit diese katastrophalen umstände mit konsumräumen und orginalstoffabgabe zu ändern!
Geschrieben von Karin | 31. Oktober 2011, 10:21ihr habt eine fehlerhaft en link zur petition. er verlinkt auf: https://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Fwww.ipetitions.com%2Fpetition%2Fdrogenkonsumraum%2F
nehmts doch bitte den derefer raus
Geschrieben von akin | 26. Juni 2012, 12:09